Drohnen, Distanzen, Desinteresse – drei Jahre Krieg im Sudan
“Ich fühle mich, als würde ich auf einem Pulverfass sitzen”, so beschreibt die Pflegefachkraft Cordula Häffner ihren Alltag als Nothelferin im Sudan. Mit ihrem Team bietet sie medizinische Versorgung für Menschen in dem abgelegenen Gebirgszug Jebel Marra. Dort in der westlichen Landesregion Zentraldarfur ist ÄRZTE OHNE GRENZEN nach wie vor eine von wenigen aktiven internationalen NGOs.
Warum die Lage auch nach mehr als drei Jahren Krieg extrem fragil ist, wie gnadenlos Zivilist:innen und Helfer:innen immer wieder attackiert werden und welches Durchhaltevermögen die Menschen im Land beweisen, darüber spricht die erfahrene Pflegefachkraft mit den Moderator:innen Anna Dushime und Christian Katzer.
Auch Gerrit Kurtz von der Stiftung Wissenschaft und Politik kommt zu Wort und erklärt, warum der Krieg zu keinem Ende kommt und woher die Konfliktparteien all die Ressourcen nehmen. Außerdem berichten Geflüchtete, wie sie wahllosen Beschuss und Drohenangriffe überlebt haben.
In dieser Episode erfährst du …
… welche Umwege die Teams von Ärzte ohne Grenzen in Kauf nehmen, um Nothilfe in Regionen möglich zu machen, die durch den Krieg kaum noch erreichbar sind.
… wie lokale Mitarbeiter*innen auch im anhaltenden Krieg, ihre Skills ausbauen und Studienprüfungen abschließen.
… welches Ausmaß der Einsatz von Drohnen im Sudan annimmt.
… was politisch passieren müsste, damit die Gewalt im Sudan endlich endet.
… warum auch nach drei Jahren Krieg, Aufmerksamkeit und internationale Hilfe für die Menschen im Land fehlen.
JETZT SPENDEN – Damit wir Menschen in unseren Projekten weltweit Zugang zu medizinischer Versorgung ermöglichen können.
LINKS:
Du willst erfahren, wie Menschen vor Ort den Krieg schildern? Dann lies unsere Berichte zu sexualisierter Gewalt sowie zu Gräueltaten in Nord-Darfur 2025
Du willst noch mehr Hintergrundwissen zum Krieg im Sudan und unserer Hilfe vor Ort? Dann schau dir unser FAQ an.
1,5 Milliarden Euro an Hilfsgeldern für den Sudan wurden bei einer internationalen Konferenz in Berlin versprochen. Warum das nicht ausreicht, lest ihr in unserem Statement.
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Dieser Podcast wurde von Ärzte ohne Grenzen e.V. in Zusammenarbeit mit Christian Conradi produziert. Redaktion: Malte Mühle und Marcel-Philipp Werdier. Projektleitung: Clara Schneider, Andreas Koob und Regina Bischoff. Moderation: Anna Dushime, Christian Katzer. Aufnahme, Schnitt und Produktion: Christian Conradi. V. i. S. d. P. Jannik Rust, Ärzte ohne Grenzen e. V., Schwedenstr. 9, 13359 Berlin. Bild: MSF
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