Gaza: Amputationen, Traumata und Instant-Cappuccino
“Unser Team hat alles gegeben. Wir haben ihn über einen langen Zeitraum reanimiert. Am Ende hat es aber nicht gereicht. Und dieser Junge ist gestorben. Das war für uns einer von diesen Momenten, der alles verdunkelt hat.” Das berichtet die Notfallkrankenpflegerin Katja Stock nach ihrem zweiten Einsatz im Gazastreifen.
Sie berichtet in der 63. Folge der Notaufnahme vom Leben der Menschen nach Inkrafttreten der Waffenruhe. Mit den Moderator*innen Anna Dushime und Christian Katzer spricht sie darüber, dass nach wie vor viel zu wenig humanitäre Hilfe ins Land kommt, dass löslicher Cappuccino statt Tomaten oder Reis geliefert wird. Dass es keine Rollstühle für Menschen mit Amputationen gibt. Dass Menschen sterben, während sie auf eine medizinische Evakuierung warten. Und sie sprechen auch über die tiefsitzenden Traumata der Menschen und dass sich Kinder nicht mehr raus auf den Markt trauen, um dort Schokolade zu kaufen.
In dieser Episode erfährst du…
…was sich für die Menschen seit der Waffenruhe verändert hat. Und was nicht.
…wie es den lokalen Mitarbeitenden von Ärzte ohne Grenzen im Gazastreifen geht.
…wie sich die Arbeit von Ärzte ohne Grenzen seit der Waffenruhe verändert hat.
…was eine medizinische Evakuierung ist, wem sie ermöglicht wird und wem nicht.
…was die Menschen im Gazastreifen jetzt am dringendsten brauchen.
…welche Bewältigungsstrategien die Menschen im Gazastreifen haben, um durchzuhalten.
LINKS
- So sieht es im Gazastreifen aus: "Unsere Kolleg*innen fahren durch die Trümmerlandschaft"
- Mehr Infos über unsere Arbeit im Gazastreifen: Website
- Erfahr mehr über Katjas Einsätze und hör in die Folge zur Ukraine rein:
"Ukraine: Alltag im Krankenhaus, wenn die Front heranrückt"
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Dieser Podcast wurde von Ärzte ohne Grenzen e.V. in Zusammenarbeit mit Christian Conradi produziert. Redaktion und Projektleitung: Clara Schneider, Andreas Koob und Regina Bischoff. Organisation Live-Event: Annika Fiegehenn. Moderation: Anna Dushime, Christian Katzer. Aufnahme, Schnitt und Produktion: Christian Conradi. V. i. S. d. P. Jannik Rust, Ärzte ohne Grenzen e. V., Schwedenstr. 9, 13359 Berlin. Bild: MSF
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